Kommt das Handyverbot jetzt auch in Schweizer Clubs?
Im Ausland gehört es in vielen Clubs längst zum Konzept: Wer auf dem Dancefloor steht, soll tanzen – und nicht filmen. Clubs wie das Berghain in Berlin oder verschiedene Locations auf Ibiza und in London setzen seit Jahren auf Fotoverbote, abgeklebte Kameras oder sogar komplett handyfreie Tanzflächen. Der Gedanke dahinter ist simpel: weniger Social Media, mehr Musik, mehr Privatsphäre und mehr Aufmerksamkeit für den Moment.
Auch in der Schweiz könnte das Thema zunehmend relevant werden. Während ein generelles Handyverbot in bekannten Schweizer Clubs bislang noch eher die Ausnahme ist, tauchen erste Veranstaltungen und Konzepte auf, die bewusst auf «No Phones» und «No Filming» setzen.
Gerade für die elektronische Musikszene ist das spannend. Kaum ein Festival- oder Clubbesuch kommt heute ohne Instagram-Stories, TikToks und dutzende Handyvideos aus. Für DJs sind solche Aufnahmen wertvolle Werbung – gleichzeitig stören leuchtende Displays und hochgehaltene Smartphones für viele Gäste genau das Erlebnis, für das sie eigentlich in den Club gekommen sind.
International scheint sich deshalb ein Gegentrend zu entwickeln: Der Dancefloor soll wieder ein Ort werden, an dem nicht jeder Moment dokumentiert werden muss. Ibiza, London und Berlin machen es vor.
Die Frage ist nun: Zieht die Schweiz nach? Ein flächendeckendes Handyverbot dürfte vorerst unwahrscheinlich sein. Foto- und Videoverbote auf einzelnen Dancefloors könnten aber durchaus häufiger werden. Vielleicht heisst es also auch hierzulande bald öfter: Handy weg, Musik an.